The Story


Kapitel 1 - der Urknall

 Verfasser: Stefan Weißenfeld - 2001

Gegründet im Oktober 2001, wir nehmen den 01.10. an, weil wir´s nicht mehr so genau wissen, hat die Band doch bereits so einiges erlebt und zu bieten.

Es war Ende September 2001, eigentlich wollten Mope und Earpel, also Erich Klapperton und Jimmy Hendrix, damals hieß der erstere noch Stefan und der zweitere Henning, nur ein bischen zusammen Gitarre und Keyboard spielen, so wie früher!

Earpel hatte gerade gefragt ob Mope ihm das Klampfespielen beibringen würde,... mmh,...ich fange jetzt doch lieber ganz am Anfang an: Also, es begab sich aber zu der Zeit,...

...vor vielen, vielen Jahren als der Earpel noch ziemlich klein und sagen wir, mikrig war, kam der liebe Onkel Klapperton in dessen Heimatdorf Schmillinghausen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb ausnehmend gut und wurden Freunde. Earpel nutzte jede sich bietende Gelegenheit um bei Herrn Klapperton mit dessen Sega - Konsole (eine der ersten) zu spielen und hüpfte dabei in dessen Wohnzimmer auf der alten grünen Couch herum.

Und ich weiß nicht mehr wie oder wann genau, erkannte Klapperton irgendwann dass der kleine Earpel ein absolut ausgeprägtes, musikalisches Talent besaß.

Und da er nun vorher schon einige Jahre in einigen Bands im Ruhrgebiet (sag niemals Kohlenpott, darauf steht Höchststrafe) gespielt hatte, schenkte dem lieben Earpel ein gaaaanz kleines Keyboard von Yamaha, mit so gaaaanz kleinen Tasten und so, na ihr wisst schon, ne?

                                                                                                                                                                              


Kapitel 2 - Flatterock

Verfasser: Stefan Weißenfeld -2003

Na jedenfalls fing der Earpel an darauf wie ein Besessener zu spielen, sozusagen ohne Ende. Da packte auch der Klapperton wieder seine alte Klampfe aus dem "dusty case" und die beiden begannen seltsame Lieder zu komponieren, solche, die einem in einer finsteren und ausnehmend kalten Herbstnacht das Blut in den Adern gefrieren lassen,... Na so eben! (Brrr, schnatter!!!)

Der Lohn ihrer mühevollen Arbeit war denn auch der Spott ihrer Bekannten und Nachbarn. Na ja, die beiden ließen sich davon aber nicht schocken und machten beharlich weiter, erst in einem alten Verließ unter dem Dorf,... 

dann in einer alten Scheune über dem Dorf. Dort kam auch die erste feste Combo zustande deren Sänger so begnadet war, dass der  Earpel von Mami Spielverbot, und der Klapperton von seinem Bruder Hausverbot bekam!

Man hörte also erst mal wieder auf, bis zu dem Zeitpunkt als Mope Klapperton rachsüchtig zurück kehrte! Mami zog beleidigt fort und Bruder auch, nur weniger beleidigt. Der alte Klapperton erstand das Haus und baute sich einen Proberaum, hinein kam auch ein Schlagzeug und das ganze übrig gebliebene Bandmaterial.

 


Kapitel 3 - die Besatzung

Verfasser: Stefan Weißenfeld - 2004

Und jetzt sind wir da wo ich vorhin anfing, also der Earpel fragte nach Klampfenunterricht den er auch umgehend bekam. Eine Weile ging dass so weiter, dann lernte Earpel an einem Lagerfeuer einen gut aussehenden jungen Mann kennen der sich ebenfalls im Gitarrenspielen übte und Markus genannt ward. Man kam überein, dass der gute Mann doch mal im Proberaum autauchen sollte, so zum Test, ob was geht.

Es ging was! Aber wie! Die drei wurden innerhalb kürzester Zeit ein Herz und eine Seele und waren nicht mehr auseinander zu kriegen. Markus, der heute Fuzzi heißt, brachte auch einen unserer ersten Fans mit:

Die Monika! Die zog dann auch gleich mit ins Haus und um störende, sich beklagende Nachbarn brauchte sich seitdem keiner mehr Sorgen zu machen.

Unser allererster Fan allerdigs das ist der Simon, der hat selbst eine gewaltige Stimme mit der er immer "Sex-Bomb" singt, die Menschen lieben ihn dafür! Der war bei jedem Gig dabei, zuletzt sogar im Anzug und mit einem Schlips am Hals.

Na wie auch immer, die Zeit verging, eine Bassfrau namens Tussi kam, spielte und ging wieder und ein Drummer namens Toni tat es ihr gleich. Dann endlich ging die Sonne auf, Florian erschien auf den Proberaumbrettern die die Welt bedeuten! Zunächst erzeugte er den Schlag, doch dann stellte sich heraus dass seine Passion die Bassgitarre ist.

Und weil er sich darin gar meisterlich übte, bekam er auch zur Belohnung den Namen Tratzmeister.

Und so entstand:

  

 


Kapitel 4 - nicht nur Pommes und Kino

Verfasser: Stefan Weißenfeld - 2012

Auch kam ein Mensch vorbei der sich anfangs noch Popel nannte, ein Altpunk aus den Pyrenäen, der hatte eine Menge Ahnung von PA, vom Abmischen und auch jede Menge Liveerfahrung. Er hatte seinerzeit das drummen in einem Einkaufszentrum in Bremen an einem Einkaufswagen geübt. Der half dann mächtig mit bei den ersten Studioaufnahmen die im eigenen Studio aufgenommen wurden. Er verschwand auch mal zwischenzeitlich, kam zurück und denkt euch: Nu hieß er Pelle! Hatte den alten Popel sozusagen abgepellt, wir nennen ihn aber trotzdem noch Popel!

(Wie der aber nu wirklich heißt, das hat er verboten zu sagen, kann's nix machen.) Äh,...Ingo? Huch,...

Zwischenzeitlich gesellte sich eine Background-Sängerin namens Mareike zu uns, sie vermochte sich aber wohl in unserer Männerdomäne nicht so recht durchzusetzen und verschwand nach einiger Zeit wieder.

Nachdem etliche Tage ins Land gezogen waren, versammelte Herr Klapperton die Bandmitgliederum sich herum zur neuen S.-R.S.D.S.S. Show und man beschloß im Rat der Ältesten, dass ein neuer Drummer aufgenommen werde! Dieser ward auch bereits ausgesucht und war ein Hühne der namentlich Tommy geheißen.

Vom ersten Augenblick seines Schaffens an überzeugte er die Jury und wurde im Hau-Ruck Verfahren in den Rang eines S.T.E.A.M.-Rockers versetzt und auch mit dem Namen Trommy versehen! Als solcher betrieb er sein Unwesen in denkwürdiger Art und Weise bis dass Fünf Jahre in das Land gezogen waren. Im selbigem Jahr sodann schwand ihm die Zeit und innerfamiliärerweise ward er zu sehr gefragt und als gestandener Familienmann musste er sich fürderhin um seine drölf Kiddys kümmern. Die Trennung viel uns allen schwer! 

Wir warfen ihn kurzerhand raus,...

Auch eine vielgeliebte Sängerin Malvine verschwand in der Unendleichkeit der Unkenntlichkeit, ebenfalls auch eine junge Dame namens Jenny. (Sollte uns das etwa zu denken geben??? Ich denke, nein.)  Auch verschwand unser Sangesbruder Fuzzie und ward nicht mehr gesehen. Aber als ein Jahr vergangen war, geschah es, dass der Fuzzie wieder die Sääle der Band betrat.

Und siehe, er hatte die vielgeliebte Malwine vielgeliebt und auch gleich ein kleines Fuzzielein auf diese klanglich schöne Welt befördert! Er ward also mit großer Freude wieder aufgenommen und der alte Onkel Klapperton spendierte ihm zu Ehren einen neuen Proberaum.

 Dem Bruder Earp jedoch, dem wuchs ein Bart! Dieses aussergewöhnliche Erscheinungsbild, dass einer wahren Zierde gleich sein Äusseres umstrahlte, zog ein holdes Maidlein in den Bann. Sie war im ganzen Land bekannt und Therry ward sie auch genannt. Die junge Schönheit war dem Earpel derart zugetan, dass man sich zusammen tat! Und wie der Zufall es so wollte und das Schicksal dreute, vereinigten die beiden sich in klanglich-stimmlichen Ergüßen wie sie nie ein Mensch vernommen hatte!

Sie wurde auch alsbald der Band hinzugefügt und verschönte seitdem die karge Kellerwelt der Bandmitglieder gar sehr. Nachdem nun der Trommy die Band verlassen hatte lief dem Fuzzie ein sehr kollegialer und erstaunlich reckenhafter Mensch fernmündlich über den Weg. Derselbe hatte sich jahrelang nicht nur in Windrädern, sondern auch in verschiedenen Bands ostwestlich der Diemel aufgehalten. Das dies von entscheidenden Vorteilen war stellte der Furcht und Spass einflößende, sowie auch wild aussehende Kerl, während einer Probe drumtechnisch derart unter Beweis, dass kein Vorwand, ihn nicht zum Steam-Rocker zu küren, mehr gelten konnte.

(Hechel, hechel,...)

Er peitschte dann die Combo zu neuen und  vielfälltigen Klangergebnissen voran .

Es geschah aber, dass die Bandmitglieder sich zeitweilig trennten,...jedoch nach einer Frist von 2 Jahren fielen sich alle, bis auf Therry, weinend wieder in die Arme und die Sache ging seinen Gang einfach weiter.  


Kapitel 5 - der Micha kommt

Verfasser: Stefan Weißenfeld - 2012

Und um den ganzen Scheiß innerhalb seiner ordentlichsten Struktur aufs trefflichste aufzupolieren, wurde ein neuer Schlagtechniker namens Meikel hinzu gezogen! Zugegeben, er sitzt zu jeder freien Zeit auf einer hölzernen Kiste,... und die hat er auch noch geklaut, spricht er.

Aber bühnentauglich gesehen ist er ne' Rampensau!

(Es sei den es wär' grade Sonntagnachmittag am Mittwoch und er hätte eine Schlafanzughose an.)

Na ja, so war das mit unserer Band,...

...und wir spielen alle in dieser Formation zusammen bis Anno Domini im Jahre des Herrn 2014!

Nun denn, so sei es, euer alter Onkel Klapperton alias Stefan

                                                                                                                                                                                 

 


Kapitel 6 - das Konzept

Verfasser Henning Berthold - 2014

Im Januar 2014 ergriffen wir die Möglichkeit, dass erste Mal unser neues Konzept unter neuem Bandnamen in Form eines Auftritts vorzustellen. Wir hatten zwar noch nicht alle Songs bis ins Detail ausgefeilt, entschieden uns aber dennoch dafür, uns den Leuten vorzustellen. Wir spielten als Vorband mit einem recht überschaubaren Repertoire. Wir bekamen den Abend ein wahnsinnig-positives Feedback, womit von uns keiner gerechnet hatte. Es waren so viele Menschen extra wegen uns gekommen-wir hatten einen tollen Abend. Das hat uns natürlich sehr angespornt, sodass wir in sehr kurzer Zeit unser Repertoire verdoppelt haben.

Bis zum nächsten offiziellen Auftritt verging allerdings ein ganzes Jahr, das kam uns gar nicht so vor, aber die Zeit rennt davon. Wieder bekamen wir angemessenen Zuspruch für unsere Bemühungen und zusätzlich die Möglichkeit, mal einen Auftritt außenhalt unseres Postleitzahlen-Bezirkes zu spielen. So fanden wir uns wenig später in der Alt-Berliner Destille wieder und spielten einen unserer bisher schönsten Auftritte. Obwohl wir nicht, wie gewohnt, einen hohen Fan-Anteil im Publikum hatten, wurden wir vom Applause überwältigt-Vielen Dank dafür! 

So verging einige Zeit und wir verbrachten wesentlich mehr Zeit auf der Bühne, wie in den ganzen Jahren davor. Zwischendurch haben wir eine Live-CD rausgebracht und uns als ernstzunehmende Akustik-Band in Bad Arolsen und Umgebung etabliert. 


Kapitel 7 - Schlimmer geht immer

Verfasser: Henning Berthold - 2014

In der Zeit des stetigen Aufschwungs, mussten wir auch einen schweren Moment verarbeiten, denn unser Stefan, hat nach sehr reichlicher Überlegung beschlossen, seine Bandaktivitäten auf Null zu reduzieren. Da Stefan natürlich als Mitbegründer, guter Freund und Gitarrist nicht zu ersetzen ist, endete das in einem emotionalen Desaster. Natürlich konnten wir seine Beweggründe verstehen, aber nach so langer gemeinsamer schöner Zeiten war es dennoch für alle nicht einfach. Selbstverständlich bleibt er ein wichtiger Teil von Strange Coffee.

Die nächsten vier Monate machten wir also zu viert weiter, da wir am Anfang auch noch die Hoffnung hatten, dass Stefan es sich anders überlegt und zurückkommt. Ab Juli machten wir uns dann aktiv auf die Suche, einen würdigen Nachfolger zu finden. Der laute Schrei im Internet lockte wiedererwartend viele Bewerber an, die aber auch leider genauso wiedererwartend unsere Anforderungen nicht erfüllt haben. Es ist aber natürlich auch nicht einfach, in eine Combo einzusteigen, die so lange und familiär zusammensteht. 

Auf Empfehlung eines Musikerkollegen, rief ich dann einen gewissen Fabian Hörl an. Der sollte sehr gut Gitarre spielen und auch vom Wesen bekloppt genug sein, uns auszuhalten. Unerwartet spontan, sagte er sofort zu und war zwei Tage später bei der Probe dabei. Sollten wir denn wirklich Glück haben?! Er spielte wirklich saugut und ist auch ein supernetter Kerl, aber leider ergab es sich bereits zwei Monate nach seinem Einstieg, dass er zwecks Studium wegziehen musste. Also waren wir wieder zu viert und sprangen auf die nächsten Bühnen. Nach ein paar weiteren gescheiterten Versuchen, jemand an die zweite Gitarre zu bekommen, wollten wir es eigentlich schon aufgeben und einfach zu viert bleiben.

 


Kapitel 8 - der Gregor

Verfasser: Henning Berthold - 2015

Es war auf dem Weihnachtsmarkt 2015 in Bad Arolsen, als mir Gregor Kuwal als Vorstand der Barock-AG vorgestellt wurde. Irgendwie hat der mich an dem Abend so von seinem Verein überzeugt, dass ich ernsthaft in Erwägung zog einzutreten-was ich dann auch tat ( eigentlich hat er mir auch keine Wahl gelassen, aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr ).In unsere Kennenlernphase stellte sich dann heraus, dass er auch Gitarre spielt und das auch gerne akustisch. Das einzige Problem was noch im Raum stand, war die Zeit die er eigentlich gar nicht hatte. Er bekam also reichlich Bedenkzeit und sollte sich dann melden und sagen, was so geht oder halt nicht.In der Zwischenzeit konnten wir uns vor Auftrittsanfragen kaum retten. Wir spielten nicht nur kleine private Gigs, sondern auch grössere öffentliche Auftritte. Besonders die öffentlichen erwiesen sich als Multiplikator und im Schnitt bekamen wir nach jedem Gig drei Anfragen. Im März 2016 mussten wir uns dann tatsächlich hinsetzen und beraten, wo unser Limit liegen soll und muss. Der Kalender für das Jahr war schon proppenvoll und wir mussten leider einige Absagen verteilen. 

Dann passierte was tolles - Gregor meldete sich bei uns mit dem Wunsch, seine Seele an Strange Coffee zu verkaufen und sich dem Wahnsinn anzuschliessen. Da der Gregor sehr ergeizig ist, hat er viel geackert und sich binnen kürzester Zeit so viele Lieder draufgeschaff, dass er im Mai schon mit uns auf der Bühne stand. Jetzt sind wir wieder zu fünft und alles ist gut 


Kapitel 9 - wo es leuchtet gibts auch Schatten

Verfasser: Henning Berthold - 2017

Trotz aller gesetzten Limits, spielten wir im Jahr 2016 rund 20 Gigs. Damit hatten wir nie gerechnet und das war auch bin heute unser auftrittsstärkstes Jahr und teilweise ganz schön stressig. Einer unser schönsten Momente, war sicherlich unsere Jubiläumsparty-15 Jahre Strange Coffee. Für 2017 sind wir alles ganz bewusst ruhiger angegangen, da wir uns vorgenommen haben unser Repertoire zu vergrößern und neue Instrumente einfließen zu lassen. Einige Auftritte sind natürlich trotzdem zusammengekommen und so ganz von der Bildfläche verschwinden wollten wir ja auch nicht. Wir haben in diesem Jahr aber trotzdem viele unserer Ziele verwirklich und unter anderem auch ein professionelles Fotoshooting mit der Band gemacht.

 

 

Leider mussten wir dieses Jahr auch feststellen, dass sich nicht alle so mit uns über unsere Fortschritte freuen können. Wir haben über die Jahre mit sovielen Musikern zusammengearbeitet, dass wir es eigentlich gar nicht für möglich gehalten hätten, dass sich eine andere Band durch unseren Fortschritt in Ihrem Sein gestört fühlt. Dazu kommt traurigerweise noch, dass wir grad mit dieser Band schon relativ viel, viel Schönes und schon sehr lange zu tun hatten. Ein guter Freund sagte uns dazu: „ Neid ist die höchste Form der Anerkennung.“ Um der ganzen Sache noch etwas Gutes abzugewinnen, werden wir die Zusammenarbeit mit dieser Band und diesem letzten Kompliment abbrechen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 


Kapitel 10 - der Umzug

Verfasser:Henning Berthold - 2018 

Immer wenn man mal kurz darüber nachdenkt, dass grad im Moment alles super läuft, lässt die nächste Katastrophe nicht lange auf sich warten - und so kam es auch. Jeder der bis hierher gelesen hat weiß, dass wir bei mir im Haus unseren Proberaum haben. Es war Herbst 2017, als mir mein Vermieter mitteilte, dass er vorhabe das ganze Haus zu verkaufen und ich mich leider schon mal mit einer Alternative beschäftigen sollte. Eine neue Bleibe für mich zu finden wäre vielleicht gar nicht so schwer, aber mit einem Proberaum und wöchentlich stattfindenden Proben wird es etwas schwieriger. Es stand also ganz klar die Frage im Raum, wie es weitergeht. Sicherlich sind wir in der glücklichen Lage völlig stromlos, unverstärkt und in einer akzeptablen Lautstärke zu spielen, aber auf Dauer hätte uns das meilenweit zurückgeworfen. Schlussendlich habe ich mit meiner Frau das Haus in der Nachbarschaft gekauft. Da wir wussten, dass unsere Nachbarschaft, die sich im wesentlichen nicht verändert hat, Kummer gewöhnt ist, haben wir  natürlich auch wieder einen Proberaum installiert, der im Vergleich zum Vorgänger majestätisch groß ist. Trotz der guten Wendung hat uns der Umzug und das Einrichten viel Zeit gekostet, aber es hat auch sehr viel Spass gemacht. 


Kapitel 11 - unser Reportoire

Verfasser: Henning Berthold - 2019

Natürlich sind wir ständig bemüht uns weiterzuentwickeln, nicht langweilig zu werden oder uns in irgendeiner Form auf dem bisher erreichten auszuruhen. Wichtig ist uns dabei, dass wir uns nicht verbiegen und unsere doch recht beständige Kultur beibehalten. Dennoch haben wir uns mit Veränderungen aus unserer Komfortzone bewegt und Songs gecovert, die man von uns so nicht erwartet hätte. Wir haben auch bei vielen neuen Songs die Gesangsparts anders verteilt, weil Micha, Gregor und Florian auch gerne singen und wir sahen, dass es gut war. Ich bin sehr froh, dass wir uns als Band nicht in festen Grenzen bewegen und jeder alles probieren kann was er mag. So konnten wir also auch dieses Jahr ein bisschen Überraschung mit auf die Bühne bringen. 


Kapitel 11 — ein Teil von was Großem

Verfasser: Henning Berthold - 2020
Auch in 2019 blicken wir auf schöne Momente zurück. In der ersten Jahreshälfte haben wir gemeinsam mit anderen Bands und den Betreibern des Sunsets  einen ordentlichen Betrag für eine Organisation der Krebshilfe in Form eines Benefizkonzert organisiert und durchgeführt. Grundsätzlich bedarf es nie großer Diskussionen, wenn es darum geht unsere brotlose Kunst für die gute Sache einzusetzen. Wir werden auch in Zukunft jede Gelegenheit nutzen mit unsere Musik Menschen oder Tieren in Not zu helfen. 
Was definitiv auch zu den Highlights zählt, war die Rock am Schloss Veranstaltung, die anlässlich der 300 Jahrfeier von der Barock AG und der Stadt Bad Arolsen stattgefunden hatte. Es war definitiv das größte Rockkonzert was jemals auf dem barocken Schlosshof stattgefunden hat. Über 1000 Menschen standen vor einer der größten Bühnen, die wir je betreten haben. 

Kapitel 12 - die Planung

Verfasser: Henning Berthold - 2020
es ist Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Unser 15. Jubiläum und die tolle Feier sind uns noch sehr gut  im Gedächtnis, aber nichts desto trotz müssen wir feststellen, dass wir im kommenden Jahr schon unseren 20. Jahrestag haben. Wir sind bereits schon dabei eine angemessene Veranstaltung zu planen und die ersten Gästelisten sind bereits geschrieben. Wir freuen uns riesig auf diesen Tag. Während ich mich mit der Erstellung des Plakates beschäftigt habe und dabei weit in der Bandgeschichte zurückgereist bin, ist mir nicht nur bewusst geworden wie alt ich schon bin. Das Durchschauen von hunderten Bildern und auch lesen der ersten Kapitel hier in unserer Geschichte, macht mich unheimlich stolz. Nicht nur unbedingt auf das, was wir als Band bis heute erreicht haben, sondern die Tatsache, dass wir menschlich eine so harmonische familiäre Bindung aufrecht halten. Was wir alles gemeinsam erlebt haben. Wie wenig Reibungspunkte es gibt und gab, obwohl jeder von uns auch seinen eigenen Kopf hat. Es hat sich über die Jahre so entwickelt, dass jeder von uns einen bestimmten „ Job“ innerhalb der Band hat. Euphorie, Träumerei, Realismus, Gelassenheit und Antrieb sind unter uns gut verteilt und helfen uns bei der Weiterentwicklung. Mittlerweile können wir aber auch stolz behaupten, dass wir viele Fans und Freunde haben, die uns sehr bei unseren Konzerten unterstützen. Der Name „ Strange Coffee“ ist jetzt auch nicht mehr so unbekannt und wir haben ein schönes Netzwerk aufgebaut, in dem wir Veranstalter, Musiker und Vereine verbinden.  Unser Logo ist immer öfter mal auf Shirts zu entdecken und im Ganzen sind wir jetzt vollständig „angekommen“.Wir sind auch sehr dankbar, dass wir seit 6 Jahren mit Karsten nicht nur einen der besten Mischer, sondern auch nen guten Kumpel  an unserer Seite haben. Ich könnte noch lange so weitermachen. Es sind so viele schöne Dinge passiert. Wir werden es richtig knallen lassen nächstes Jahr 

Kapitel 13 - der Virus

Verfasser: Henning Berthold - 19.03.2020

Es musste ja so kommen. Natürlich haben wir das Geschehen in der Welt verfolgt und anfangs sicher auch gedacht, dass uns das alles nicht so hart treffen wird mit dem Virus. Vor einigen Wochen war es dann soweit. Der erste infizierte in unserem Landkreis. Damals haben wir immer noch geglaubt, dass wir das hier bestimmt schnell in den Griff kriegen, aber wie falsch wir damit lagen, zeigte sich nur Wochen später. Die ersten Events mussten abgesagt werden und wenn man bedenkt, dass sich die Welle immer weiter ausbreitet, wird das ein sehr ruhiges Jahr für alle. Da sich die Lage auch täglich verschlimmert, mussten wir gestern eine schmerzliche Entscheidung treffen, die es in der Bandgeschichte noch nie gab. Es gilt die Empfehlung bzw. der Appell an alle die können, zuhause zu bleiben um die die Übertragungsrate zu minimieren. Irgendwie gehen wir auch noch alle zur Arbeit, aber wir haben uns trotzdem entschieden auf Sicherheit zu gehen und die Proben bis auf Weiteres auszusetzen. Keine leichte Entscheidung.

Wir haben uns gestern lange über Skype "zusammengesetzt" und über die aktuelle Lage ausgetauscht. Wir haben ebenfalls beschlossen uns jede Woche zur gewohnten Probezeit via Skype zu treffen.